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Was ist ein Vorbild und was macht ein gutes Vorbild aus?

Was ist ein Vorbild und was macht ein gutes Vorbild aus?



Jörg Unkrig hat zu dieser sehr interessanten Blogparade aufgerufen.

Das Thema Vorbilder kann von vielen unterschiedlichen Seiten beleuchtet und gesehen werden. Gerade deswegen leiste ich gerne meinen Beitrag!

Für mich sind Vorbilder ganz wichtig. Sie begleiten uns einen Teil unseres Weges und sind dabei unglaublich wertvoll. Ohne sie können wir uns manchmal verloren fühlen.

Ich möchte dich mit diesem Artikel inspirieren.

Was ist ein Vorbild?

In der Kindheit und Jugend sind es sicher oft Musiker, die als Vorbild dienen. Über die Musik haben sie irgendwie einen Draht zu ihnen, den die Erwachsenen meist nicht haben.

Vor allem beim Übergang vom Jugendlichen zum Erwachsenen fühlen sich viele verloren und brauchen etwas woran sie sich orientieren können.

Die Vorbilder dienen dann als Spiegel – als ein Spiegel, der uns zeigt wie wir als Erwachsener sein könnten. Ist es die Coolness die uns fasziniert oder ist es Mut? Wir wollen auch so mutig und so cool sein.

Auch die Lieder der Stars transportieren bestimmte Emotionen und Stimmungen, bei denen wir uns selber spüren und kennenlernen.

Erinnerst du dich noch an deinen ersten Liebeskummer? Was haben wir gemacht? Richtig. Wir haben zusätzlich ganz traurige Musik gehört, die uns noch mehr leiden ließ.

Es war wichtig, dass wir diese Seite ebenfalls erfahren und daran wachsen. Wir hatten das Gefühl, dass die Interpreten uns verstehen, weil sie ja offensichtlich das Gleiche durchlebt haben. So waren sie uns in diesem Fall auch Vorbild.

Als Erwachsene haben wir oft gar keine richtigen Vorbilder mehr – zumindest nicht bewusst.

Vielleicht glaubst du auch, dass du ohne Vorbild auskommst. Das kann auch gut sein. Leichter ist es allerdings mit. Und warum schwer, wenn es auch einfach geht? :-)

Was macht ein gutes Vorbild aus?

Muss es ein Star sein? Jemand, der bekannt, berühmt oder etwas total Besonderes sein?

Nein, muss nicht!

Im Duden finden wir folgende Definition:

„Person oder Sache, die als [idealisiertes] Muster, als Beispiel angesehen wird, nach dem man sich richtet“

Wenn wir jemanden bewundern, ist es egal, ob es die eigenen Eltern sind, ein Lehrer oder ein Schauspieler.

Wir beobachten dabei etwas, das wir selber gerne tun oder sein wollen. Es kann eine bestimmte Sache sein, wie z.B. Erfolg oder Leichtigkeit. Und auch das Gesamtpaket kann uns gefallen.

Vielleicht können wir dieses gewünschte Gefühl gar nicht so definieren oder wahrnehmen und durch das Vorbild im Außen wird es leichter.

So kannst du es herausfinden. Welche wären heute deine Vorbilder?

Wenn wir wissen was es ist, können wir es beobachten und selber umsetzen. Je bewusster wir uns dabei sind was wir genau wollen, desto besser.

Dabei orientieren wir uns an der anderen Person. Es ist leichter, als es ganz alleine zu machen. Gerade, wenn man in seinem Leben größere Veränderungen plant, kann einen das unterstützen.

Man kann sie auch als „Platzhalter“ sehen. Wenn wir dann selber so sind oder das können was wir wollen, füllen wir es damit auf und brauchen in diesem Bereich kein Vorbild mehr.

Wie ein Ersatz-Puzzlestück, das die Leere füllt, bis wir das richtige Teil gefunden haben.

Kann man auch mehrere Vorbilder haben?

Ja, wir können mehrere Vorbilder haben. Wie oben beschrieben holen wir uns Werte, die wir (noch) nicht leben und das ist ja immer wieder etwas Anderes.

Es hat den Anschein, dass es früher eher so war, dass man nur ein einziges Vorbild hatte. Das musste als Modell für alle Lebensbereiche herhalten.

Zu dieser Zeit war es auch noch nicht so schwierig herauszufinden was man wollte, denn alle wollten (in etwa) das Gleiche. Man wusste was richtig und falsch war und hat dann möglichst richtig gehandelt. Vorbilder waren die, die es richtig gemacht haben.

Heute ist das anders. Jeder hat seine eigene Vorstellung vom Leben und davon was richtig und falsch ist. Es gibt auch sehr viele Möglichkeiten zur Auswahl. Egal worum es geht und ob Mann oder Frau: du hast heute die freie Wahl!

So bemerkst du vielleicht, dass du etwas mehr Freiheit möchtest und nimmst dir dafür einen Freund zum Vorbild, der viel reist, selbstständig ist und einfach macht wozu er Lust hast.

Dann siehst du im Fernsehen ein Interview mit einem Schauspieler, der eine ganz besondere Wirkung auf dich hat – irgendwie eine tolle Ausstrahlung. Du beschließt an deiner Ausstrahlung zu arbeiten um mehr aus dir raus zu gehen.

Und wenn du ein Kind bekommst, orientierst du dich vielleicht an einer Freundin, die eine besonders liebevolle und zugleich entspannte Mutter ist.

Bist du auch ein Vorbild?

JA! In der Kindheit hast du folgendes gelernt: „Nimm dich nicht so wichtig!“, „Bilde dir ja nichts auf dich ein!“. Das darfst du jetzt mal aus deinem Speicher löschen.

Wie du vielleicht im Laufe des Artikels schon festgestellt hast, geht es nicht um Superkräfte, sondern um Werte, die uns helfen und uns dahin bringen wo wir hinwollen.

Was kannst du richtig gut? Was fällt dir leicht? Für bestimmt Menschen kannst du einen großen Dienst leisten, indem du dich einfach nur authentisch zeigst und du selber bist.

Wir alle können Vorbilder sein. Egal ob für Kinder oder für alle anderen Menschen.

Ich ermutige dich dazu, dass du dich zeigst mit deinen Fähigkeiten und allem was zu dir gehört. 

Schon alleine damit gehst du mit gutem Beispiel voran. Denn es ist nicht nur legitim, sondern auch sehr wichtig, dass wir endlich verstehen, dass wir uns zeigen dürfen mit dem was wir gut können.

So sind wir alle füreinander eine Bereicherung. Und wenn du den Anfang machst, dann können es auch andere.

Es ist ein tolles Gefühl zu helfen.

Und wer weiß? Vielleicht gibt es jemanden, der dich unterstützen kann, der durch dein Vorbild erst zum Vorschein kommt! :-)

Meine Vorbilder

In meiner Kindheit hatte ich auch viele verschiedene Vorbilder. Hier zähle ich dir ein paar auf. Vielleicht gibt es ja Parallelen zu deiner Kindheit :-)

  • Pipi Langstrumpf: Sie lebt die Werte Freiheit, Leichtigkeit und Lebensfreude. Sie tut worauf sie Lust hat und ihr ist es egal was andere Leute über sie denken.

  • Kevin (von Kevin allein zu Haus): Er ist so jung und klein und keiner traut ihm zu, dass er überhaupt was auf die Reihe bekommt. Er geht nicht nur einkaufen und kümmert sich um den Haushalt, sondern verteidigt sich und „sein“ Haus gegen die Einbrecher. Werte sind: Selbstvertrauen, Mut, Kreativität und Klugheit.

  • Karate Kid: Auch er wurde unterschätzt. Er hat das Bild der Leute einfach angenommen und fühlte sich auch klein und schwach. Nachdem er dann mit Hilfe seines Vorbildes die Kunst des Karate lernt, wird alles möglich. Werte: Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen, Vertrauen und coole Karate-Tricks ;-)

In der Jugend:

  • Tic Tac Toe: Sie haben alles ausgesprochen, was sie gedacht haben und haben sich nichts gefallen lassen. Genau was man in der Pubertät gut findet ;-)

  • Clarissa (TV-Serie): Sie war einfach cool :-) Schau selbst https://www.youtube.com/watch?v=9mZ4INnXpMI

  • Friends (TV-Serie): Alle waren so gut befreundet, sie haben immer Zeit miteinander verbracht, hatten viel Spaß und der Zusammenhalt war sehr groß. Werte dabei: Freundschaft, Spaß, Miteinander und Leichtigkeit.

Wow, das war eine Zeitreise :-) Danke an Jörg Unkrig für diese tolle Idee!

Und jetzt kannst auch du dich auf deine persönliche Zeitreise begeben.

Welche Vorbilder hattest du schon als Kind? Teile sie mit uns!

Deine

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