Wo liegt dein Erfolg?

Meine Erfolgsgeschichte oder wie du auch ohne Leistung wertvoll bist

 

Schon alleine das Wort „Erfolgsgeschichte“ löst Fragen und Zweifel aus.

Habe ich denn eine Erfolgsgeschichte? Darf ich das über mich selber sagen? Bin ich dafür weit genug und im Vergleich zu anderen wirklich erfolgreich?

Meiner Meinung nach ist es genau das was uns nicht erfolgreich sein lässt. Das habe ich selber erlebt und erkannt, dass es anders geht.

Mit diesem Artikel möchte ich dich inspirieren und motivieren deinen Traum zu verwirklichen und deinen Weg auf deine Weise zu gehen. Du weißt genau was ich meine.

Mein Berufswunsch

Bis wir 16 Jahre alt waren, fragte uns keiner was wir vielleicht mal werden wollen, wenn wir groß sind. Wir hatten in der Schule keine Praktika oder Ähnliches, bei dem wir uns einmal ein wenig ausprobieren konnten.

Irgendwie dachte ich auch immer, dass man als Frau so wie so Kinder bekommt und dann keinen Beruf braucht. Also habe ich mich mit diesem Thema nie auseinander gesetzt.

Bis eines Tages in der 10. Klasse der Realschule die Frage kam „Was willst du denn für eine Ausbildung machen?“. Ähm, Ausbildung? Keine Ahnung.

 

Der Anfang meiner „Karriere“

Mehrere Schulen, Ausbildungen und Berufe später, fand ich mich in einem kaufmännischen Beruf wieder. Genau das richtige für einen einfühlsamen, kreativen, freiheitsliebenden und feinfühligen Menschen wie mich. Oder auch nicht :-(

Der ausschlaggebende Grund war damals, dass ich mir dachte: „Wo arbeite ich drinnen, habe das Wochenende frei und geregelte Arbeitszeiten?“. Und vor allem: „Was kann sogar ich mal hin bekommen?“. Da war das Büro das Naheliegendste. Und auch das Langweiligste….

Ich dachte ja so wie so schon, dass etwas mit mir nicht stimmte. Denn ich konnte schwer Sachen abschließen oder durchziehen, war nie besonders gut in der Schule und auch so hatte ich eigentlich keinen Plan was ich aus meinem Leben machen wollte.

Nach einiger Zeit im Büro merkte ich, dass es das echt nicht sein kann. Den ganzen Tag Akten bearbeiten, Briefe öffnen und solche Sachen. Das bin nicht ich. Ich war wirklich verzweifelt. Denn ich hatte ja mittlerweile einiges ausprobiert und bin jedes Mal gescheitert. Ein Scheiß Gefühl.

 

Der soziale Bereich

 

Bald wurde mir klar, dass alles was mir Spaß macht mit Menschen zu tun hat, ihnen zu helfen und etwas Sinnvolles zu tun. So was im sozialen Bereich quasi. Nur was kann man da machen?

Und sollte ich nochmal eine Ausbildung machen? Was, wenn ich mich wieder falsch entscheide? Es war ein Teufelskreis.

Ich kam öfters mit Coaching in Kontakt und dachte mir, dass das echt ein toller Beruf sein muss. Denn man hilft Menschen ohne, dass man Psychologie studiert haben muss.

Doch die Ausbildung konnte ich mir nicht leisten und ich dachte mir, dass ich wahrscheinlich dafür auch nicht geeignet war.

 

Der Tiefpunkt

 

Eines Tages ging es mir so schlecht, dass ich nicht mehr weiter wusste. Am liebsten hätte ich einfach ganz aufgegeben. Doch ich gab meinem Leben noch eine Chance.

Ich besuchte ein Seminar und war mir danach sicher, dass ich eine Coaching-Ausbildung machen wollte. Ein Lichtblick!

Ich meldete mich an und freute mich sehr drauf. Endlich hatte ich wieder eine Freude in meinem Leben, die ich schon gar nicht mehr kannte.

An dem Tag, als die Ausbildung für mich anfangen sollte, meldeten sich jedoch meine alten Ängste und Zweifel wieder. Ich konnte da unmöglich hin gehen. Es war bereits das zweite Modul. Das heißt es hatte sich bereits eine Gruppe gebildet. Jetzt sollte ich dort als einzige, die niemanden kennt und quasi nicht dazu gehört alleine hin gehen? Für mich war es wie ein Sprung ins Haifischbecken!

Ich war drauf und dran einfach nicht hinzugehen. Mein Körper meldete sich. Ich hatte Rücken- und Kopfschmerzen wie lange nicht mehr. Es war ein innerer Kampf. Doch ich entschied ihn mit Liebe, der Liebe zu mir und meinem Leben. Ich wusste, dass ich hin musste, damit sich endlich etwas änderte.

Und ich sollte recht behalten. Der Anfang war zwar sehr holprig und sehr schwer, doch mit der Zeit integrierte ich mich gut in die Gruppe, wurde aufgenommen und bekam immer besseres Feedback. Es schien, als wäre ich für das Coaching geboren. 

Ich stellte mich vielen Ängsten, löste Blockaden auf und entdeckte immer mehr den Menschen, der ich in Wahrheit war. Mein Leben drehte sich um 180° und ich war einfach nur beeindruckt was man mit Coaching alles erreichen konnte. Natürlich kann es nur helfen, wenn man wirklich bereit ist etwas zu ändern, sich einzulassen und auch offen ist etwas Neues auszuprobieren. Das alles war ich. Ich hatte genug gelitten und wusste, dass ich neue Wege gehen muss.

Im NLP gibt es eine Grundannahme, die besagt: "Wenn eine Sache nicht funktioniert, probier etwas anderes." Eigentlich logisch. Doch oft verbeißen wir uns in das was wir schon wissen und sind skeptisch neuen Möglichkeiten gegenüber. Ganz nach dem Motto: "Das haben wir schon immer so gemacht.". 

 

Der Anfang als Coach

Im Jahre 2010 schloss ich die Ausbildung ab und wollte gerne als Coach arbeiten. Natürlich erst mal nebenbei. Oder auch grundsätzlich nebenbei. Zum damaligen Zeitpunkt hatte ich noch viele begrenzende Glaubenssätze, z.B., dass man oder besser ich nicht hauptberuflich als Coach arbeiten kann.

Was habe ich getan um sichtbar zu werden? Naja, eigentlich gar nichts. Im Nachhinein weiß ich, dass ich noch nicht zu mir stehen konnte, dass ich nicht richtig an mich und meine Fähigkeiten geglaubt habe.

Ich habe einmal ein paar Flyer drucken lassen und mich dann überwunden sie auszulegen. Da habe ich schon ganz schön geschwitzt. Denn die Leute prüften ja sicher wer da solche Flyer auslegt und ob die das überhaupt kann. Aus heutiger Sicht weiß ich, dass sie es nur tun, wenn du selber unsicher bist, ob du das kannst!

Die Resonanz war natürlich dementsprechend schwach. Ich wusste auch, dass ich das bekomme was ich ausstrahle. Mein Gedanke war immer, dass ich ja noch nicht das richtige Konzept hatte um mich wirklich mutig zeigen zu können. Wenn ich es erst hätte, dann könnte ich das!

Also feilte ich wochen- und monatelang an einem „richtigen“ Konzept. Es änderte sich ständig und ich war nie zufrieden damit.

Was ich außerdem mit der Zeit feststellte war, dass ich neben meinem „normalen“ Bürojob nichts auf die Beine stellen kann. Ich war einfach nicht mehr wirklich energetisch und motiviert, wenn ich nach Hause kam. Eher im Gegenteil!

Trotzdem sagte ich mir immer wieder, dass ich nur durchhalten muss und irgendwann läuft es und dann könnte ich kündigen und endlich meinen Traum leben. Irgendwann…

 

Der Wendepunkt

Im Jahre 2015 hat mich ein für mich sehr traumatisches Erlebnis aufgerüttelt. Ich konnte und wollte nicht mehr „mitspielen“ und fasste den Entschluss zum Ende des Jahres zu kündigen.

Das tat ich dann auch und fühle mich seitdem besser, als je zuvor. Mein ganzes Denken hat sich komplett geändert. Es tun sich Chancen und Möglichkeiten auf, die mich immer weiter zu dem bringen was ich wirklich bin und wo ich eigentlich hin will.

Was sich getan hat – also der Erfolg – ist vielleicht nicht nach Außen sichtbar. Für mich allerdings ist alles anders. Ich habe im Dezember einen Blog gestartet, auf dem ich seitdem wöchentlich neue Artikel veröffentliche, habe mir selber eine Homepage auf www.laurawagener.de gebastelt, bin mit so vielen tollen Menschen im Austausch und setze jetzt endlich meine ganzen Ideen auch in die Tat um.

Meine Coachings sind geprägt von Vertrauen, Selbstsicherheit und purer Freude am Tun, wo vorher noch Zweifel und Unsicherheit waren, die mir jede Freude am Coachen nahmen.

 

Mein Rückblick

Mir hat Mut, Selbstvertrauen und die Erkenntnis gefehlt, dass ich nichts zu verlieren habe.

Was kannst du an meiner Geschichte sehen? Vor allem am Anfang dachte ich, dass andere alles besser könnten, als ich. Dass andere talentiert und gut sind war mir völlig klar. Für mich gab es immer Gründe, warum ich es nicht machen konnte. Es war alles irgendwie unmöglich und ich habe nicht an mich geglaubt.

Vielleicht kennst du das Gefühl ja. Das kommt daher, dass wir uns ständig mit anderen vergleichen. Wir sind aber nicht die anderen. Du bist einzigartig und darfst deinen eigenen Maßstab für dich setzen. Und der Maßstab ist glücklich und zufrieden zu sein. Entscheide selbst was das für dich bedeutet. Was musst du dafür tun oder lassen? Was ist für dich gut und richtig?

Hätte ich das getan, hätte ich festgestellt, dass ich sehr erfolgreich war. Denn ich habe vieles überwunden, was andere nie schaffen. Und dann wäre ich stolz und motiviert weiter gegangen und wäre wieder erfolgreich gewesen.

Ich habe versucht mit dem Kopf meine Entscheidungen zu treffen: vernünftig, durchdacht und sicher. Und ich war sicher, zumindest vermeintlich. War ich glücklich? Nein.

Es ist nicht immer der einfachste Weg seinem Herzen und seiner Sehnsucht zu folgen. Dennoch lohnt es sich! Und hätte ich alles was ich heute weiß schon vor Jahren gewusst, hätte mir das viel Leid und Kummer erspart.

Da ich allerdings diese ganzen Zweifel, Unsicherheiten und Blockaden alle durchgegangen bin, sie überwunden habe und stark daraus hervorgegangen bin, kann ich heute andere begleiten, die mutig sind sich ihrem eigenen Weg zu stellen. Dabei gebe ich all mein Wissen und meine persönlichen Erfahrungen weiter.

Wo erkennst du deine Erfolge nicht an? Sicher hast du auch ein Thema, das dir schon lange das Leben schwer gemacht hat und du hast in diesem Bereich bereits Fortschritte erzielt.

Fange an die kleinen und vor allem die nicht offensichtlichen Schritte anzuerkennen. Und dann hast du auch Lust weitere zu gehen. Ein Schritt nach dem anderen. Glaube an dich und erlaube es dir!

Dies ist mein Beitrag zur Blogparade „Deine Erfolgsgeschichte als Coach.“ von Christina Emmer. Hier kannst du mehr darüber erfahren, selber teilnehmen oder andere Artikel lesen.

Like, teile und kommentieren diesen Artikel bei Facebook oder auf meiner Homepage. Er ist vielleicht wichtig für andere, die gerade mutlos sind oder denken, dass sie nichts erreicht haben in ihrem Leben. Danke!

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Comments

  • Christina Frank
    18. April 2016

    Liebe Laura,
    danke für Deinen ehrlichen, schonungslosen und deshalb so mutmachenden Artikel. Ich habe mich in Vielem wiedererkannt und es macht mir Mut, zu sehen, dass ich mit meinen Blockaden und dem Weg sie (langsam) zu überwinden nicht alleine bin.
    Ich wünsche Dir viel Erfolg – Du hast ihn verdient.
    Lieben Gruß,
    Christina Frank

    • 18. April 2016

      Hallo liebe Christina,

      dein Kommentar freut mich wirklich sehr!! 🙂 Genau das möchte ich mit meinem Wirken erreichen: Mut machen, zeigen, dass es möglich ist und vor allem, dass es sich lohnt seine Hindernisse zu überwinden. Das Leben was danach auf einen wartet ist einfach unbeschreiblich schön – leicht & frei.

      Und du hast recht, du bist nicht allein. Es gibt viele Menschen, denen es so geht und einigen durfte ich schon helfen.
      Manchmal geht es schnell(er, als gedacht) und manchmal dauert es. Du darfst es so annehmen wie es ist. Es gehört zu DEINEM persönlichen Weg.

      Ich wünsche dir dabei viel Kraft und vor allem Beharrlichkeit immer wieder weiter zu machen. So zeigt sich die Liebe zu dir selber.

      Alles Gute.

      Laura

  • Evelyn
    21. April 2016

    Hallo Laura, wow, was für ein toller Artikel oder besser was für eine beeindruckende Lebensgeschichte. In der ersten Hälfte habe ich mich 1:1 wiedergefunden. Den super Bürojob hatte ich auch jahrelang. Irgendwann brach es dann auch über mich zusammen, Beruf und Beziehung. Heute geht es mir viel besser, ich bin reklektierter, aber an dem Punkt das ich meine Berufung gefunden habe bin ich leider noch nicht. Danke für Deine ehrlichen und sehr motivierenden Zeilen! Mach weiter so 🙂

    • 22. April 2016

      Liebe Evelyn,

      vielen Dank für deinen Kommentar.

      Ich glaube fest daran, dass deine Berufung schon bei dir ist. Sie wird sich nach und nach zeigen und du darfst deinen eigenen Weg finden sie immer mehr in dein Leben zu lassen.

      Dabei wünsche ich dir ganz viel entspannte Offenheit und Geduld mit dir selber 🙂

      Alles Liebe.

      Laura

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